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Frank Hötger ö.b.u.v. Sachverständiger

Dachbodenentfeuchtung

Wasser- oder Feuchtigkeitsschäden auf Dachböden

Auf dem Dachboden eines Hauses besteht ein erhebliches Risiko für erhöhte Feuchtigkeit, da es sich hierbei um einen unbeheizten Raum handelt, dem oft sowohl von innen als auch von außen Feuchtigkeit zugeführt wird.


Feuchtigkeits- und Schimmelschäden in frei belüfteten,
ungedämmten Dachböden sind ein zunehmendes Problem.

Feuchte Dachböden sind ein zunehmendes Problem, da sie häufig im Zusammenhang mit zusätzlicher Dämmung der oberen Geschoßdecke oder beim Wechsel von Ölheizung auf Erd- oder Fernwärme auftreten. Grund dafür ist, dass es auf dem Dachboden umso kälter wird, je besser die Geschoßdecke gedämmt wird, wodurch es zu einer markanten Erhöhung der Gefahr für Feuchtigkeitsschäden kommt.

Ein Wechsel der Heizungsart beeinflusst den Luftdruck im ganzen Haus. Berg- und Fernwärme verschlechtern den Feuchtigkeitsgrad auf dem Dachboden, weil sie nicht auf gleiche Weise zur Aufwärmung des Dachbodens beitragen, wie ein Schornstein. Wenn darüber hinaus nicht mehr im Heizkessel geheizt wird, verschwindet auch der Ventilationseffekt, den der warme Schornstein gehabt hat. Der früher durch den Sog im Schornstein entstandene Unterdruck verschwindet und es besteht die Gefahr, dass stattdessen die feuchte Innenluft durch die Geschoßdecke nach oben drängt.

Ungedämmte Dachböden sind gewöhnlich im Sommerhalbjahr am trockensten, weil u. a. die Sonneneinstrahlung auf das Dach dazu beiträgt, den Bodenraum auszutrocknen. Probleme entstehen häufig im Winterhalbjahr, wenn die relative Feuchtigkeit der Außenluft am höchsten ist, die Sonneneinstrahlung weniger intensiv und die Tage kürzer sind.

Die Temperatur in ungedämmten Dachböden ist dann auch sehr viel geringer als im Sommerhalbjahr und die Luft kann sehr viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Aus den Wohnräumen in den Dachboden eindringende feuchte Luft sorgt daher für eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit (RF%). In Nächten mit klarem Himmel kann der ungedämmte Dachboden sogar kälter als die Außenluft werden, was zu einer noch stärkeren Kondensation an der Dachunterseite führt. Dies liegt daran, dass das Außendach des ungedämmten Dachbodens zum Himmel „hinauf guckt“ und deshalb von den kälteren Luftschichten weiter oben in der Atmosphäre abgekühlt wird. Dasselbe Phänomen finden wir an den Autos, bei denen häufig an der abgewinkelten, zum kalten Weltraum „hinauf guckenden“ Windschutzscheibe Eis zu kratzen ist, nicht aber an den Seitenscheiben.

Wie kommt es zu Feuchtigkeitsproblemen im Dachboden?

Wenn die allgemeine Lüftung im Haus mangelhaft ist und wenn es Undichtigkeiten im
Dachbodengebälk gibt, kann feuchte Luft leichter in den Dachboden eindringen und zu erhöhter Luftfeuchtigkeit und im schlimmsten Fall zu Kondensation führen.

Wenn das Außendach Wärme verliert, z. B. nach einer Erwärmung durch das Sonnenlicht am Tag, kann diese Abkühlung zur Bildung von Kondenswasser an der Innenseite des Dachs führen, wenn die relative Feuchtigkeit ansteigt. Wassertropfen können sich bilden und unter Umständen an der Innenseite abfließen.

Einen ungedämmten Dachboden zu viel zu lüften kann auch zu Problemen führen, weil die Luft im Dachboden von der kühleren Außenluft abgekühlt wird und sich dann Kondenswasser am kälteren Außendach bilden kann.

Welche Maßnahmen lösen das Problem mit der Feuchtigkeit auf Dachböden?

Abdichten des Dachbodengebälks und Lüften des Wohnumfelds, vor allem der Nassräume, um die Feuchtigkeit in der, in den Dachboden eindringenden, Luft zu verringern.

Installation einer fest installierten Anlage zur gesteuerten Ventilation des Dachbodenraums. Dadurch entsteht ein für alle Baumaterialien geeignetes Umfeld und Schimmel, Fäulnis und andere Schäden durch Mikroorganismen werden vermieden.

Entfeuchtung durch adaptiv gesteuerte Ventilation

VentoVindTM ist ein Verfahren für die adaptiv gesteuerte (kontrollierte) Ventilation, die sicherstellt, dass die Ventilation nur erfolgt, wenn sie für den Dachbodenraum günstig ist. Dabei wird versucht, mit dem Zuluftsystem nur in geeigneten Momenten zu lüften und dabei gleichzeitig einen leichten Überdruck im Dachbodenraum zu schaffen, damit der Feuchtigkeitstransport aus den Wohnräumen teilweise unterbrochen wird. Die Technik funktioniert am Besten, wenn der Dachboden so weit wie möglich abgedichtet ist. Ziel ist, dass die gesamte Ventilation durch das VentoVindTM-System erfolgen soll, das im Grunde aus einem Zuluft-Ventilator und einem oder mehreren mechanischen oder motorgesteuerten Abluftklappen besteht. Drehzahlregelung und Stromversorgung des Zuluft-Ventilators erfolgen über eine VentoVindTM-Steuereinheit, die im Dachbodenraum untergebracht wird, und an die Sensoren angeschlossen werden, die das Klima außen und auf dem Dachboden messen. Die Steuereinheit ermittelt auf Basis der Messdaten mithilfe eines patentierten Berechnungsalgorithmus, ob die Ventilation ein- oder ausgeschaltet sein soll, und regelt die Drehzahl des Lüfters abhängig davon, wie stark die Entfeuchtung sein muss. Auf diese Weise wird die Ventilation optimal auf den tatsächlichen Lüftungsbedarf eingestellt, damit so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Das Ventilationssystem ist damit nur genau dann in Betrieb, wenn die Zufuhr trockener Außenluft zu einer Entfeuchtung führt.

 
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